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Access Management: Fehlerbehebung und Best Practices

16 Oktober 2025

Das Modul Access Management der Identity & Access Management (IAM)-Lösung HelloID von Tools4ever stellt sicher, dass berechtigte Benutzer zur richtigen Zeit den richtigen Zugriff erhalten. Die Zuverlässigkeit der Integrationen zwischen HelloID und Ihren Anwendungen ist daher von entscheidender Bedeutung. Eine Reihe von Best Practices unterstützt Sie dabei, diese Zuverlässigkeit sicherzustellen und eine zukunftssichere Umgebung aufzubauen. In diesem Artikel erläutern wir diese Best Practices. Außerdem behandeln wir die Fehlerbehebung bei Anwendungen und Integrationen, damit Sie eventuell auftretende Probleme schnell lösen können.

Wie sollen sich Benutzer anmelden?

Verschiedene Best Practices unterstützen Sie bei der optimalen Einrichtung Ihrer HelloID-Umgebung und der zugehörigen Integrationen. Möchten Sie mit HelloID Access Management arbeiten? Dann ist eine erste wichtige Frage, wie sich Ihre Benutzer bei HelloID anmelden sollen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur Ihre aktuelle Organisation, sondern planen Sie auch für die Zukunft. So richten Sie das Modul zukunftssicher ein.

In vielen Fällen entscheiden sich Organisationen für die Anmeldung über Active Directory. Möchten Sie in den kommenden Jahren jedoch beispielsweise auf Entra ID umsteigen? Dann kann es sinnvoll sein, bereits bei der Einrichtung von Access Management die Anmeldung über Entra ID zu wählen. In diesem Fall wird auch die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) über Entra ID und nicht über HelloID geregelt. Das ist vorteilhaft, da die Umstellung von MFA oder Anmeldemethoden vergleichsweise aufwendig ist.

Welches Quellsystem verwenden Sie?

Neben der Anmeldemethode ist es auch wichtig festzulegen, aus welchem Quellsystem Sie Ihre Benutzer importieren möchten. Hierfür können Sie unterschiedlichste Systeme nutzen, von Active Directory und Entra ID bis hin zu Google Workspace. Es ist auch möglich, Benutzer direkt über HelloID Provisioning anzulegen.

Versuchen Sie auch in diesem Fall, zukünftige Pläne zu berücksichtigen. Der Attributsatz ist je nach Quellsystem unterschiedlich und beispielsweise in Active Directory wesentlich umfangreicher als in vielen anderen Systemen. Dies kann Risiken mit sich bringen. Übermitteln Sie beispielsweise bestimmte Attribute aus Active Directory, wenn sich Benutzer über Single Sign-On (SSO) anmelden? Dann verfügt das Quellsystem, auf das Sie wechseln möchten, möglicherweise nicht über diese Attribute und kann sie daher nicht bereitstellen. Dies kann zu Problemen mit SSO-Integrationen führen.

HelloID unterstützt außerdem mehrere Identity Provider (IdPs). Dadurch können Sie beispielsweise Benutzer aus Active Directory synchronisieren und sich gleichzeitig über einen anderen IdP wie Entra ID oder Google Workspace anmelden.

Möchten Sie eine benutzerdefinierte oder White-Label-Domain verwenden?

Ein wichtiger Aspekt bei der Konfiguration von HelloID Access Management ist der Domainname, der mit der HelloID-Umgebung verknüpft ist. Die Änderung dieses Domainnamens ist aufwendig und hat unter anderem große Auswirkungen auf SSO. So müssen Anwendungen in den meisten Fällen vom Anbieter erneut mit HelloID verbunden werden. Dies bedeutet nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern kann auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein Wechsel des Domainnamens kann daher dazu führen, dass Ihre SSO-Integrationen nicht mehr funktionieren, bis der Anbieter Anpassungen vorgenommen hat. Dies kann sich unmittelbar auf die Arbeitsabläufe der Benutzer auswirken.

Überlegen Sie daher sorgfältig, ob Sie den Standard-Domainnamen oder eine benutzerdefinierte beziehungsweise White-Label-Domain verwenden möchten. Wenn Sie diese Entscheidung bereits jetzt treffen, können Sie HelloID Access Management direkt korrekt einrichten und müssen den Domainnamen später nicht mehr ändern.

Fehlerbehebung bei Anwendungen

Auch wenn Sie HelloID Access Management korrekt eingerichtet haben, kann etwas schiefgehen. Beispielsweise, weil ein Anwendungsanbieter Änderungen vornimmt, die sich auf die Integration mit HelloID auswirken. Oder weil sich unbeabsichtigt ein Fehler in eine Business Rule eingeschlichen hat. Die Fehlerbehebung bei Problemen mit Anwendungen kann helfen, die Ursache zu ermitteln, damit Sie diese so schnell wie möglich beheben können.

Probleme mit Webbrowsern, Geräten oder Netzwerken

In der Praxis sehen wir, dass viele Probleme mit SSO-Integrationen auf den Webbrowser, das Gerät oder sogar das Netzwerk des Benutzers zurückzuführen sind. Unter anderem kann die gemeinsame Nutzung von Geräten durch mehrere Benutzer zu Problemen führen. So können Cookies, die anderen Konten zugeordnet sind, die Funktion von SSO-Integrationen beeinträchtigen. Auch können Sitzungen der Zielanwendung geöffnet bleiben, wenn sich Benutzer nicht abmelden.

Für die Fehlerbehebung bei Problemen mit Anwendungen sollten Sie daher zunächst versuchen, sich über den sogenannten Inkognito-Modus eines Webbrowsers anzumelden. In diesem Modus speichert der Browser keine Cookies und beendet Sitzungen automatisch, sobald Sie den Browser schließen. Sie beginnen also jedes Mal mit einer vollständig sauberen Ausgangslage. Werden die Probleme dadurch gelöst? Dann hängen die Probleme höchstwahrscheinlich mit dem Webbrowser des Benutzers zusammen.

Sind die richtigen Berechtigungen zugewiesen und Attribute verfügbar?

Ein weiterer Schritt besteht darin, in HelloID zu prüfen, ob der Benutzer über die richtigen Berechtigungen zum Öffnen der Anwendung verfügt. Prüfen Sie außerdem, ob die Attribute, die die Anwendung für die Benutzeranmeldung benötigt, in Ihrem Quellsystem verfügbar sind.

Probleme mit Plugins

Treten bei Benutzern Probleme mit einem Plugin auf? Prüfen Sie dann, ob Benutzer mit diesem Plugin korrekt angemeldet sind. Benutzer müssen zu Beginn ihrer Browsersitzung immer das SSO-Dashboard aufrufen, damit sich Plugins anmelden und ordnungsgemäß funktionieren können. Es kann daher sinnvoll sein, die Startseite von Webbrowsern auf das SSO-Dashboard einzustellen, damit dieses Dashboard automatisch geladen wird, sobald Benutzer den Browser öffnen.

Probleme auf dem Server

In einigen Fällen liegt die Ursache von Problemen nicht beim Benutzer, sondern beim Server. Denken Sie beispielsweise an den Ablauf eines SSL-Zertifikats, das mit einer SSO-Anwendung verknüpft ist. Abonnieren Sie daher über das integrierte Incident-System in HelloID Zertifikatsbenachrichtigungen, damit Sie automatisch informiert werden, wenn Zertifikate ablaufen. Beachten Sie: Wenn Ihr SSL-Zertifikat abgelaufen ist, müssen Sie dieses Zertifikat in vielen Fällen gemeinsam mit dem Anbieter oder Anwendungsadministrator ersetzen. Viele Anwendungen lesen dieses Zertifikat nämlich nicht automatisch ein, wenn Sie es in HelloID ändern.

Sperren Sie sich nicht selbst aus

Möchten Sie mit Access Rules arbeiten? Beachten Sie, dass sich Fehler leicht einschleichen können. Ändern Sie die falsche Regel oder löschen Sie eine entscheidende Regel? Dann kann es passieren, dass Sie sich selbst aussperren. Wenden Sie sich in diesem Fall an unseren Service Desk, der Ihnen dabei helfen kann, wieder Zugriff auf Ihre HelloID-Umgebung zu erhalten. So können Sie schnell weiterarbeiten.

Jetzt starten

Möchten Sie mit HelloID Access Management starten? Weitere Informationen zu den Möglichkeiten finden Sie auf unserer Website. Haben Sie Fragen? Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.